Mässigung

Stärken, die Übertreibungen und Exzessen entgegenwirken

Vergebungsbereitschaft: denen Vergeben die einem Unrecht getan haben

Menschen mit dieser Stärke sind eher in der Lage Vergangenes (z.B. zwischenmenschliche Konflikte) ruhen zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Sie können bis zu einem gewissen Punkt Verständnis aufbringen für die schlechte Behandlung durch andere Menschen und geben ihnen eine Chance zur Wiedergutmachung. Der Prozess des Vergebens bzw. des Verzeihens beinhaltet heilsame und förderliche Veränderungen von Gedanken, Gefühlen und Verhaltensweisen bei Menschen, die von anderen verletzt wurden. Die Suche nach Rache und nach Vermeidung nimmt ab zugunsten positiver Verhaltensweisen, Gedanken und Gefühle.

Menschen, die nicht vergeben können, werden oft als unbarmherzig, hartherzig, boshaft, oder rachsüchtig beschrieben.

Bescheidenheit: das Erreichte für sich sprechen lassen

Bescheidene Menschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht mit ihren Erfolgen prahlen. In der Menge fallen sie nicht gerne auf und wollen nicht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sondern ziehen es vor, andere reden zu lassen. Bescheidene Menschen können eigene Fehler und Mängel zugeben. Sie haben eine demütige Haltung im Sinne, dass sie sich nicht als Zentrum des Universums betrachten.

Weniger bescheidene Menschen werden dagegen als arrogant, stolz und selbstzentriert bezeichnet und als Personen, die sich immer gerne in den Mittelpunkt stellen wollen.

 

Vorsicht: nichts tun oder sagen, was später bereut werden könnte

Vorsichtige Menschen treffen Entscheidungen sorgfältig, denken über mögliche Konsequenzen vor dem Sprechen und Handeln nach und können Recht von Unrecht unterscheiden. Sie vermeiden gefährliche körperliche Aktivitäten, was aber nicht heisst, dass sie neue Erfahrungen meiden. Mitmenschen bezeichnen sie oft als vorsichtig im positiven Sinne. Mit ihren Fähigkeiten sind kluge Menschen in der Lage, längerfristige Ziele sorgfältig zu planen und zu verfolgen sowie Kosten und Nutzen abzuwägen, ohne sich „kopflos“ in ein Abenteuer zu stürzen.

Das Gegenteil von Vorsicht ist Unvorsichtigkeit und Spontaneität im Sinne von Gedankenlosigkeit, Rücksichtslosigkeit und Unverantwortlichkeit.

Selbstregulation: regulieren was man tut und fühlt

Menschen mit ausgeprägter Selbstregulation bekunden keine Mühe, ihre Gefühle und ihr Verhalten in entsprechenden Situationen zu kontrollieren, z.B. eine Diät durchhalten, sich gesund ernähren, regelmäßig trainieren, rechtzeitig Aufgaben erledigen. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie längerfristigen Erfolg dem kurzfristigen vorziehen. Sie weisen eine starke Selbstdisziplin auf und merken gleichzeitig aber auch, wann sie aufhören müssen.

Menschen, die nicht in der Lage sind, ihre Gefühle und ihr Verhalten zu regulieren, werden oft als impulsiv, explosiv und undiszipliniert bezeichnet. Sie scheinen ihren Wünschen, Bedürfnissen und Impulsen schnell nachzugeben.

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Quellen:

Persönlichkeitspsychologie und Diagnostik, Universität Zürich, VIA-IS Interpretationshilfe, 2015

https://www.viacharacter.org/www/Character-Strengths

CC BY 4.0 Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung 4.0 international.

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