Denkgewohnheiten beeinflussen unser Lebensfreude

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Abwertende Gedanken hindern die Wahrnehmung positiver Aspekte und Möglichkeiten. Wenn uns klar wird, dass es Gedanken sind und keine Tatsachen, können wir auch ein Stück von der Situation, dem Adrenalin oder sonstigen Stresshormonen zurücktreten und uns neu orientieren.

In einem ersten Schritt können wir die Gedankenmuster benennen. Oft spricht man vom “inneren Kritiker”, wenn man sich selbst gedanklich niedermacht.  Es geht nicht darum, diese Gedankenmuster zu verdrängen oder zu überspielen, sondern zu erkennen, dass es unsere Gedanken sind. Die Frage ist nicht, ob es richtig oder falsch ist, was wir denken. Wichtig ist, ob es hilfreich ist, ob es uns durch eine sachdienliche Einschätzung unterstützt. Dann sollten wir ihnen Aufmerksamkeit schenken. (5)

Indem wir es schaffen, uns nicht mit unseren schädlichen Gedanken zu identifizieren, öffnen sich neue Horizonte und das Leben wird leichter. Andere Aspekte der aktuellen Situation werden bewußt und die Dominanz negativer Gedanken wird aufgebrochen - die Welt wird lebendiger.

Wenn wir unsere Gedankenmuster erkennen, können wir Formen wahrnehmen, die unsere Lebensfreude sinnlos beeinträchtigen und ihren schlimmsten Auswirkungen vorbeugen:

Perfektionismus

Solange wir leben und Erfahrungen machen, sind wir nicht perfekt. Der Anspruch perfekt zu sein, macht nicht nur unglücklich, sondern sorgt auch dafür, dass wir uns unsicher fühlen, wenn wir für eine Leistung Anerkennung bekommen.

Maximaler Genuss:

Maximierer wollen immer das Allerbeste. Auf der Suche danach verbrauchen sie viel Zeit. So wechseln sie beispielsweise im Autoradio ständig den Kanal, obwohl sie mit der aktuellen Musik eigentlich ganz zufrieden sind. Sie sind häufiger im Nachhinein unzufrieden mit Einkäufen oder Erlebnissen, weil sie noch ein Haar in der Suppe finden.

Vergleich mit Menschen, denen es anscheinend besser geht:

Glückliche Menschen schauen nicht danach, was andere haben oder sind, sondern formen ihre eigene Vorstellung vom guten Leben.

Materialismus:

Die Annahme, dass uns mehr oder bessere Dinge glücklich machen, ist nicht nur falsch, sondern das Gegenteil ist wahr. Wenn wir unser Glück durch die Anhäufung von Materiellem herstellen wollen, werden wir unglücklich. Was uns glücklich macht, sind gute Erfahrungen.

Wir können unser Glück durch unsere eigene Haltung zu unseren Erlebnissen fördern.

 

Förderliche Denkgewohnheiten

Engagement anerkennen:

Wenn wir unseren Einsatz für eine Sache wertschätzen und uns nicht am Erreichten messen, geht es uns besser. Damit haben wir die Chance, Fehlschläge und Unvollkommenheiten als Teil des Lernprozesses einzuschätzen und nicht persönlich zu nehmen. Auch für Kinder ist es angenehmer und förderlicher, für ihre Anstrengung auf dem Weg zu einem Ziel gelobt zu werden, als für ein Ergebnis. Es geht darum zu lernen, nicht zu können.

Im Fluss sein - Flow

In eine Aktivität so versunken sein, dass wir nicht merken, wie die Zeit vergeht, hat Mihaly Csikszentmihalyi “Flow” genannt. Die Tätigkeit ist für uns herausfordernd und wir setzen dafür etwas ein, was wir schon können. Wir tun das, was wir gerne tun und sind von einer Art stillen Freude erfüllt. Im Unterschied dazu ist das Hüpfen von einer Sache zur nächsten mit deutlich weniger Glück verbunden, wie Surfen im Internet oder Zappen im Fernsehprogramm.

Optimismus

Optimismus ist nach Christopher Peterson die Erwartung, dass die Zukunft sozial wünschenswert, gut und angenehm ist. Damit ist kein Wunschdenken im Sinne einer Flucht vor der Wirklichkeit gemeint. Es ist gemeint, dass jemand bei der Wahl zwischen einer positiven und einer negativen Erwartung die positive wählt. Menschen die in diesem Verständnis optimistisch sind, sind langfristig glücklicher und gesünder als andere.

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Gute Gefühle

Quellen:

  1. Russ Harris: Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei, 2010, S.89

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